Die sechs Gemeinden der Klima- und Energiemodellregion (KEM) Schmidatal-Manhartsberg setzen ihren erfolgreichen Weg in Richtung klimafitter und energieeffizienter Gemeinden konsequent fort. Nach den zahlreichen Sanierungsprojekten der vergangenen Jahre konnten auch 2025 wieder wichtige Maßnahmen umgesetzt bzw. auf den Weg gebracht werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die thermische Sanierung öffentlicher Gebäude, der Ausstieg aus fossilen Heizsystemen, die Nutzung erneuerbarer Energien sowie die professionelle Begleitung von Bürgerinnen und Bürgern bei ihren eigenen Sanierungsvorhaben.
Bereits in den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Gemeindegebäude umfassend saniert oder energetisch modernisiert. Fenster- und Türentausch, Heizungsumstellungen sowie (umfassende) thermische Sanierungen sorgen seither für deutlich geringere Energieverbräuche, sinkende Betriebskosten und einen höheren Nutzungskomfort. Mit den Projekten des Jahres 2025 wird dieser erfolgreiche Weg konsequent fortgesetzt.
Hohenwarth: „64er-Haus“ macht den ersten Schritt Richtung umfassender Gesamtsanierung
Ein wichtiger Meilenstein gelang der Marktgemeinde Hohenwarth-Mühlbach beim sogenannten „64er-Haus“ (Gemeindewohnungen). Die bestehende Ölheizung wurde durch eine moderne Pelletsheizung ersetzt. Die KEM Schmidatal unterstützte das Projekt mit einem Gesamtsanierungskonzept und begleitete die Gemeinde bei der Förderabwicklung. Mit der Heizungsumstellung wurde ein erster wichtiger Schritt gesetzt. In den kommenden Jahren soll das Gebäude umfassend thermisch saniert werden und die ineffiziente Strom-Direktheizung getauscht werden, um das volle Energieeinsparpotenzial auszuschöpfen und das Gemeindegebäude langfristig fit für die Zukunft zu machen.
Bösendürnbach: Neues Feuerwehrhaus fertiggestellt
Mit der Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses in Bösendürnbach konnte eines der größten kommunalen Bauprojekte der Marktgemeinde Hohenwarth-Mühlbach in den letzten Jahre erfolgreich abgeschlossen werden. Besonders hervorzuheben ist die enorme Eigenleistung der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, die unzählige freiwillige Arbeitsstunden in den Neubau investierten. Das moderne Gebäude erfüllt hohe energetische Standards und bietet optimale Rahmenbedingungen für den Feuerwehrbetrieb der nächsten Jahrzehnte.
Maissau: Modernes Musikheim für kommende Generationen
Auch in der Stadtgemeinde Maissau konnte ein bedeutendes Projekt erfolgreich abgeschlossen werden. Das Musikheim wurde umfassend saniert und energetisch auf den neuesten Stand gebracht. Dabei wurde u.a. die Fassade saniert und alle Fenster sowie Türen getauscht, gefolgt von einer Kernsanierung der Innenräume sowie einem Heizungstausch (Ölheizung wurde gegen eine Pelletsheizung getauscht). Die KEM unterstützte das Vorhaben sowohl bei der Projektentwicklung als auch bei der Finanzierung und Förderabwicklung. Von der Modernisierung profitieren künftig nicht nur die Musikerinnen und Musiker, sondern auch zahlreiche Vereine und Veranstalter, die das Gebäude regelmäßig nutzen.
Ravelsbach investiert in Bildung und Sport
Besonders umfangreich fielen die Investitionen in der Marktgemeinde Ravelsbach aus: In der Mittelschule wurden sämtliche Fenster und Außentüren erneuert. Das Millionenprojekt verbessert die Energieeffizienz des Schulgebäudes erheblich und sorgt gleichzeitig für mehr Komfort für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte. Durch die intensive Begleitung der KEM konnten gemeinsam mit Bund und Land Niederösterreich umfangreiche Fördermittel lukriert werden, wodurch die finanzielle Belastung der Gemeinde deutlich reduziert werden konnte.
Auch die Tennishalle erhielt neue Fenster und wurde damit thermisch wesentlich verbessert. Die Sanierung reduziert künftig den Energiebedarf und hebt die Sportstätte auf ein zeitgemäßes energetisches Niveau.
Sitzendorf plant den Schulcampus der Zukunft
Bereits sichtbar wird das wohl größte Zukunftsprojekt der Region. Nach dem erfolgten Spatenstich nimmt der neue Schulcampus in Sitzendorf/Schmida zunehmend Gestalt an: Die KEM Schmidatal begleitet das Projekt insbesondere bei den Themen Photovoltaik, Batteriespeicher und einer möglichen Notstromversorgung für den Blackout-Fall. Ziel ist es, bereits beim Neubau höchste energetische Standards umzusetzen und den Campus möglichst energieautark zu gestalten.
Ziersdorf setzt Sanierungsoffensive fort
Nach den umfangreichen Sanierungen des Jahres 2024 – insbesondere beim Musikheim und dem Post- bzw. Polizeigebäude – richtet sich der Blick nun auf das Dorfhaus in Großmeiseldorf. Geplant ist ein Fenstertausch, der die Energieeffizienz des Gebäudes verbessern soll. Ob die Umsetzung noch im heurigen Jahr erfolgen kann, wird derzeit geprüft.
Nicht nur Gemeinden profitieren
Die KEM Schmidatal begleitet jedoch nicht nur ihre Mitgliedsgemeinden bei kommunalen Bau- und Sanierungsprojekten, sondern unterstützt auch die Bevölkerung auf dem Weg zu energieeffizienten Gebäuden. Ab Herbst 2026 sollen für alle Bürger:innen kostenlose Thermografie-Untersuchung angeboten werden, die Rückschlüsse auf den thermischen Gebäudezustand ermöglichen und dadurch ggf. zu einer Sanierung motivieren sollen! Ergänzend dazu bietet die KEM Schmidatal weiterhin ein umfassendes und kostenloses Beratungsangebot für Bürgerinnen und Bürger an. Von der ersten Sanierungsidee bis hin zu Fördermöglichkeiten und individuellen Sanierungskonzepten steht das KEM-Team als kompetente Anlaufstelle zur Verfügung. Erfahrungsgemäß können gerade bei älteren Gebäuden bereits kleine und kostengünstige Maßnahmen große Einsparungen beim Energieverbrauch bewirken und gleichzeitig den Wohnkomfort deutlich erhöhen.
Mit dem aktuellen Leitprojekt zur Leerstandsaktivierung und zum Leerstandsmanagement werden Eigentümerinnen und Eigentümer dabei unterstützt, leerstehende Gebäude wieder sinnvoll zu nutzen und Ortskerne nachhaltig zu beleben. Ziel ist es, bestehende Bausubstanz zu erhalten, attraktiven Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig wertvolle Grünflächen vor weiterer Versiegelung zu schützen. Informationsveranstaltungen und Workshops – wie zuletzt „Wohnen im Wandel – Wenn sich das Leben verändert, darf das Wohnen mitgehen“ – zeigen auf, welche Chancen in der Sanierung und Umnutzung bestehender Gebäude liegen.
Gemeinsam die Energiewende gestalten
KEM-Manager Markus Pröglhöf sagt: „Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen eindrucksvoll, dass thermische Sanierungen weit mehr bewirken als geringere Heizkosten. Moderne Gebäude benötigen deutlich weniger Energie, verursachen weniger CO2-Emissionen und bieten gleichzeitig einen höheren Komfort für alle Nutzerinnen und Nutzer!! Die KEM Schmidatal unterstützt ihre Gemeinden und die Bevölkerung daher nicht nur bei der technischen Planung, sondern insbesondere auch bei der Erstellung von Sanierungskonzepten, der Förderberatung und der Einreichung von Bundes- und Landesförderungen. Diese umfassende und kostenlose Begleitung macht viele Projekte überhaupt erst möglich!“
Mit den erfolgreich umgesetzten Maßnahmen des Jahres 2025 setzt die Region ihren konsequenten Weg in Richtung klimafitter, energieeffizienter und zukunftssicherer Gemeinden fort. Zahlreiche weitere Projekte befinden sich bereits in Vorbereitung – sowohl in den Gemeinden als auch bei privaten Gebäuden – und werden die Sanierungsoffensive der KEM Schmidatal in den kommenden Jahren erfolgreich fortschreiben.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die sich zu Sanierungsmaßnahmen, Fördermöglichkeiten oder den Angeboten der KEM informieren möchten, können sich jederzeit an das KEM-Management wenden. Gemeinsam lassen sich individuelle Lösungen entwickeln, die Klima, Umwelt und Geldbörse gleichermaßen schonen.