Ladeinfrastruktur im Schmidatal nimmt Fahrt auf

Die Elektromobilität entwickelt sich im Schmidatal Schritt für Schritt weiter. Was 2024 mit einem regionalen Intensivworkshop zur zukünftigen Ladeinfrastruktur begann, wird nun zunehmend Realität. Gemeinsam mit den Gemeinden wurde damals ein Ausbauplan erarbeitet, der aufzeigte, an welchen Standorten zusätzliche öffentliche Ladestationen notwendig sind. Auch im regionalen Mobilitätskonzept wurde der gezielte Ausbau der Ladeinfrastruktur als eines der wichtigsten Ziele für eine zukunftsfähige Mobilität festgelegt.

Maissau geht als „Vorreiter im Schmidatal“ beim eLadestellen-Ausbau voran

Erfreulicherweise werden nun die ersten Maßnahmen umgesetzt. Die Stadtgemeinde Maissau übernimmt dabei eine Vorreiterrolle und hat gemeinsam mit dem Ausbau des regionalen Stromnetzes die erste 250-kW-Schnellladestation im Schmidatal errichtet. Voraussetzung dafür war die Errichtung einer neuen Trafostation, die gleichzeitig die Netzkapazitäten für die steigenden Anforderungen durch Elektromobilität, Photovoltaik und Wärmepumpen stärkt. Die neue Schnellladestation ermöglicht das gleichzeitige Laden von zwei Elektrofahrzeugen und stellt einen wichtigen Meilenstein für die Region dar.

Weitere Projekte geplant – das Schmidatal soll zu einem „gut versorgtem Gebiet“ werden

Auch der geplante Ladepark im Wirtschaftspark Schmidatal schreitet kontinuierlich voran. Die erforderlichen Grundstücke wurden bereits erworben beziehungsweise von den Gemeinden bereitgestellt. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, damit Unternehmen in den kommenden Jahren die notwendige Ladeinfrastruktur errichten und den Standort zu einem leistungsfähigen regionalen Lade-Hub entwickeln können.

Ein weiteres positives Signal kommt aus der Marktgemeinde Sitzendorf an der Schmida. Die Gemeinde plant die Errichtung einer öffentlichen 2 × 22-kW-Ladestation im Ortsteil Roseldorf direkt an der stark frequentierten Bundesstraße B2. Besonders erfreulich ist dabei, dass dieses Projekt über den ursprünglichen regionalen Ausbauplan hinausgeht und zeigt, dass die Gemeinden eigenständig zusätzliche Initiativen setzen, um das Angebot weiter zu verbessern.

Diese Entwicklungen verdeutlichen, dass die gemeinsame Strategie der Region Wirkung zeigt. Noch vor wenigen Jahren galt das Schmidatal als unterversorgtes Gebiet im Bereich der öffentlichen Ladeinfrastruktur. Durch die laufenden Projekte entwickelt sich die Region nun Schritt für Schritt zu einem mittelversorgten Gebiet und verbessert damit sowohl die Attraktivität für die Bevölkerung als auch für Unternehmen, Gäste und den Durchreiseverkehr. Besonders deutlich zeigt sich dieser Fortschritt an der verfügbaren Ladeleistung: Während im Jahr 2023 im gesamten Schmidatal lediglich rund 176 kW öffentliche Anschlussleistung zur Verfügung standen, wächst diese durch die aktuell umgesetzten Projekte auf knapp 700 kW an. Damit vervierfacht sich die verfügbare Ladekapazität innerhalb weniger Jahre und die Region schafft eine wesentliche Voraussetzung für die zunehmende Verbreitung der Elektromobilität.

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist ein wesentlicher Baustein für eine klimafreundliche Mobilität und stärkt gleichzeitig die regionale Standortqualität. Die KEM Schmidatal-Manhartsberg wird diesen Weg weiterhin gemeinsam mit den Gemeinden begleiten und weitere Maßnahmen aus dem Mobilitätskonzept konsequent vorantreiben.