Vom toten Raum zum Lebensraum: KEM-Leitprojekt zeigt, wie Gebäude wiederbelebt werden!

Mit dem Leitprojekt „Leerstand anpacken“ hat die Klima- und Energiemodellregion (KEM) Schmidatal einen sensationellen regionalen Erfolg verbucht. Durch innovative Ansätze, starke Partnerschaften und gezielte Bürgerbeteiligung konnte ein wertvoller Schwung in die Region gebracht werden, der das Schmidatal zu einer der engagiertesten Regionen Österreichs im Bereich der Leerstandsaktivierung macht.

Was mit einer ambitionierten Idee begann, ist heute ein österreichweit beachtetes Best-Practice-Modell. In enger Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro heimaten sowie drei weiteren KEM-Regionen aus Niederösterreich und der Steiermark wurde das Leitprojekt „Leerstand anpacken“ ins Leben gerufen. Ziel war es von Beginn an, ungenutzten Gebäuden wieder eine Zukunft zu geben und auf Aktivierung statt auf Neubau zu setzen.

Strukturierter Prozess: Von der Vision zur Umsetzung

Den Grundstein des Erfolgs bildeten systematische Aufstellungen, die halfen, komplexe Dynamiken sichtbar zu machen und die anfänglichen Schritte und strategischen Richtungen klar zu definieren. Auf dieser soliden Basis konnten gezielte Arbeitsgruppen gebildet und schließlich das „Leerstandsmanagement Schmidatal-Manhartsberg“ erfolgreich aufgestellt werden.

Ein entscheidender Meilenstein war die Kick-Off-Veranstaltung am 29. Jänner 2026. Dieses Event sorgte über die regionalen Grenzen hinaus für enorme Aufmerksamkeit. Zahlreiche Fachexperten und KEM-Kollegen aus ganz Österreich informierten sich über das Projekt. Die Botschaft des Tages war klar: Die Region wechselt erfolgreich von der Planungsphase in die konkrete Umsetzung.

Maßgeschneiderte Unterstützung für Bürger und Eigentümer

Um den Prozess nachhaltig in der Bevölkerung zu verankern, folgten drei zielgerichtete Online-Bürgerinformationsveranstaltungen, die exakt auf die zuvor erhobenen Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger eingingen.

Ein besonderes Highlight in der praktischen Umsetzung war der eigens initiierte Erstorientierungsnachmittag. Hier erhielten Eigentümerinnen und Eigentümer von Leerständen die einmalige Gelegenheit, sich direkt mit Expert:innen aus diversen Fachgruppen auszutauschen und Unterstützung für den Entwicklungsprozess ihrer Immobilien zu erhalten. Das Format stieß auf außerordentlich große Zustimmung und senkte die Hemmschwelle für Eigentümer:innen maßgeblich, ihre Gebäude wieder einer sinnvollen Nutzung zuzuführen.

Markus Pröglhöf, Manager der KEM Schmidatal, zeigt sich über die Entwicklungen hocherfreut: „Es ist uns gelungen, mit dem Leitprojekt ‚Leerstand anpacken‘ eine enorme Dynamik in der Region zu entfachen. Wir haben nicht nur Papierkram produziert, sondern sind direkt ins Handeln gekommen und haben Eigentümer:innen konkrete Werkzeuge an die Hand gegeben. Dass wir uns damit zu einer der Leerstand-affinsten Regionen Österreichs entwickelt haben, macht uns extrem stolz. Es ist eine schöne Bestätigung unserer Arbeit, Vorreiter zu sein und unsere gewonnene Expertise nun an viele andere Regionen weitergeben zu dürfen.“

Fazit und Ausblick

Das Leitprojekt hat eindrucksvoll bewiesen, dass Leerstände keine Bürde, sondern eine wertvolle Ressource für die regionale Entwicklung darstellen. Die KEM Schmidatal wird diesen erfolgreichen Weg gemeinsam mit dem zugehörigen Regionalentwicklungsverein weiter beschreiten, das Bewusstsein für nachhaltige Raumnutzung schärfen und als Kompetenzzentrum für andere Regionen in ganz Österreich zur Verfügung stehen.