Mit dem Best-Practice-Projekt „Stromeffizienzberatungen für Gemeindegebäude“ setzt die Klima- und Energie-Modellregion (KEM) einen bedeutenden Schritt in Richtung nachhaltiger und datenbasierter Energieoptimierung im kommunalen Bereich. Das Projekt wurde als Vorzeigeinitiative anerkannt und zeigt, wie durch systematische Stromdatenanalyse und professionelle Energiebuchhaltung nachhaltige Einsparpotenziale erschlossen werden können.
Von Stromverbrauchsdaten zu Handlungsempfehlungen
Im Mittelpunkt steht die strukturierte Erfassung und Auswertung von Stromverbrauchsdaten in kommunalen Gebäuden. Durch gezielte Beratungen wurden Gemeinden dabei unterstützt, ihre Energiedaten transparent aufzubereiten und systematisch zu analysieren. Diese fundierte Datengrundlage ermöglicht es, Verbrauchsmuster zu erkennen, Optimierungspotenziale abzuleiten und konkrete Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz umzusetzen.
Die Einführung und Weiterentwicklung einer professionellen Energiebuchhaltung stellt dabei einen zentralen Erfolgsfaktor dar. Sie schafft Transparenz über laufende Energieverbräuche und bildet die Basis für strategische Entscheidungen in den Bereichen Gebäudebetrieb, Sanierung und Investitionsplanung. Gleichzeitig leistet sie einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion von Betriebskosten und zur Erreichung regionaler Klima- und Energieziele.
Seit 2022 ist die Region Schmidatal „Energie-Vorbildregion“ – diese Erfolge machen sich jetzt bemerkbar
Die Vorreiterrolle der Region im Bereich Stromdatenanalyse unterstreicht die hohe fachliche Qualität und das Engagement aller beteiligten Gemeinden. Das Projekt dient bereits als Best-Practice-Beispiel für andere Regionen und zeigt, wie datenbasierte Energieoptimierung im kommunalen Sektor erfolgreich umgesetzt werden kann.
„Eine professionelle Energiebuchhaltung ist weit mehr als reine Datenerfassung. Sie ist ein strategisches Instrument für Gemeinden, um Energieverbräuche transparent zu machen, gezielt zu steuern und langfristig Kosten zu senken. Mit den Stromeffizienzberatungen schaffen wir eine fundierte Entscheidungsbasis für nachhaltige Investitionen und leisten gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz in unserer Region“, betont KEM-Manager Markus Pröglhöf.
Der Projektbericht in Videoform
Die Projekterfolge in der Volksschule Ziersdorf wurden in einem kurzen Informationsvideo festgehalten und auf YouTube zur Verfügung gestellt: Durch die professionelle Stromeffizienzberatung der eNu und die abgeleiteten Handlungsempfehlungen betreffend organisatorischer Anpassungen und eine optimierte Steuerung technischer Anlagen konnte der Stromverbrauch um rund 30 Prozent reduziert werden. Das entspricht umgerechnet einer Einsparung von rund 20.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Für die Gemeinde Ziersdorf bedeutet das eine Entlastung des Budgets um etwa 5.000 Euro jährlich – Mittel, die nun für andere wichtige Projekte eingesetzt werden können. Und das beste dabei: Dabei waren keine Umbauten notwendig!
Mit diesem Projekt wird deutlich: Systematische Energiebuchhaltung und professionelle Stromeffizienzberatung sind wesentliche Bausteine für eine nachhaltige, wirtschaftliche und zukunftsorientierte Entwicklung kommunaler Infrastruktur.
Ein besonderer Dank geht an die Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ (darunter Leopold Schwarz und Tino Blondiau von der Servicestelle Hollabrunn als auch Marlies Rinnofner von der Servicestelle St. Pölten), die uns in diesem Projekt mit Fach- und Videoexpert:innen tatkräftig von Beginn an unterstützten. Danke auch an die Marktgemeinde Ziersdorf mit Bürgermeister Stefan Schröter, Energie-/Umweltgemeinderat Jürgen Katzler und Volksschulen-Obmann Roman Hahslinger für die gemeinsame Begleitung des Best-Practice-Projekts und die Vielzahl an wertvollen Inputs vor Ort!
